IFC ist ein Standard

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IFC ist ein Standard

IFC ist ein Standard – warum sind die Daten trotzdem oft nicht direkt nutzbar?

Von Sigrid Feistle 02.10.2026

IFC ist ein Standard – warum sind die Daten trotzdem oft nicht direkt nutzbar?

IFC soll den Austausch von BIM-Daten zwischen unterschiedlichen Anwendungen und Projektbeteiligten ermöglichen. Trotzdem kennen viele Planer, BIM-Verantwortliche und Bauunternehmen die Situation: Ein IFC-Modell wird geliefert, lässt sich öffnen – ist für den nächsten Arbeitsschritt aber noch nicht so nutzbar, wie es benötigt wird.

Das ist kein Widerspruch. Denn ein einheitliches Austauschformat bedeutet noch lange keine einheitlichen Inhalte.

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IFC schafft eine gemeinsame Basis – aber keinen einheitlichen Datenbestand

IFC definiert eine gemeinsame Struktur für den Austausch von BIM-Modellen. Wie die darin enthaltenen Informationen aufgebaut, benannt und gepflegt sind, hängt jedoch unter anderem vom jeweiligen Ausgangsmodell und dessen Verwendung ab.

In der Praxis können deshalb IFC-Modelle beispielsweise:

  • mehr Informationen und Geometrie enthalten, als für den eigenen Arbeitsschritt benötigt werden,
  • uneinheitliche oder unvollständige Eigenschaften enthalten,
  • für nachgelagerte Anwendungen ungeeignete Datenstrukturen besitzen,
  • Informationen vermissen lassen, die für den vorgesehenen Zweck benötigt werden.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Ist die Datei eine gültige IFC-Datei?

Mindestens ebenso wichtig ist: Sind die enthaltenen Daten für meinen konkreten Prozess geeignet?

Unterschiedliche Aufgaben brauchen unterschiedliche Daten

Ein Gesamtmodell kann für die Projektkoordination sinnvoll sein. Für einen einzelnen Fachplaner kann dasselbe Modell dagegen wesentlich mehr Informationen enthalten als benötigt.

Auch die Anforderungen unterscheiden sich: Ein Tragwerksplaner benötigt andere Modellinhalte als ein TGA-Planer. Ein Bauunternehmen möchte möglicherweise Mengen ermitteln oder ein Modell entsprechend dem Bauablauf strukturieren. Für einen Betreiber können wiederum andere Eigenschaften relevant sein.

Das IFC-Modell ist damit zunächst die gemeinsame Datengrundlage. Für den jeweiligen Anwendungsfall müssen die Daten jedoch häufig gezielt aufbereitet werden.

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Aus BIM-Rohdaten werden nutzbare Informationen

Genau an dieser Stelle setzt Simplebim® an.

Mit Simplebim lassen sich vorhandene IFC- und BIM-Daten untersuchen, umstrukturieren, bereinigen, anreichern und validieren. Eigenschaften und Werte können vereinheitlicht, Modellstrukturen harmonisiert und nicht benötigte Daten entfernt werden. Ebenso lassen sich Informationen ergänzen oder Mengen aus der vorhandenen Geometrie ableiten.

Das Ziel ist nicht, das ursprüngliche Autorensystem zu ersetzen. Stattdessen wird das vorhandene IFC-Modell für den nächsten Arbeitsschritt aufbereitet.

Aus einem gelieferten Datenbestand entsteht so ein Modell, dessen Inhalte besser zum vorgesehenen Zweck passen.

Datenaufbereitung beginnt beim konkreten Anwendungsfall

Dabei gibt es nicht das eine „richtige“ IFC-Modell für sämtliche Beteiligten und Aufgaben.

Entscheidend ist vielmehr, welche Informationen im jeweiligen Prozess tatsächlich benötigt werden. Daraus ergibt sich, welche Daten erhalten, bereinigt, ergänzt oder neu strukturiert werden sollten.

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Typische Aufgaben sind beispielsweise:

Modelle reduzieren: Nicht benötigte Inhalte entfernen und zweckbezogene Untermodelle erzeugen.

Daten vereinheitlichen: Eigenschaften, Werte und Modellstrukturen so harmonisieren, dass sie für nachgelagerte Prozesse besser nutzbar sind.

Informationen ergänzen: Fehlende Informationen hinzufügen oder benötigte Mengen aus der Geometrie ableiten.

Wiederkehrende Abläufe standardisieren: Definierte Verarbeitungsschritte als BIM Dataflows wiederverwenden, anstatt dieselben Arbeiten bei jedem Modellupdate erneut einzurichten.

Damit verschiebt sich der Blick auf IFC: Nicht allein das Dateiformat entscheidet darüber, wie gut sich ein Modell weiterverwenden lässt. Entscheidend sind die Qualität und Struktur der enthaltenen Daten im Verhältnis zum vorgesehenen Zweck.

Der nächste Schritt: nur mitnehmen, was wirklich gebraucht wird

Ein besonders greifbares Beispiel dafür ist die Modellgröße.

Warum ein vollständiges IFC-Gesamtmodell weitergeben, wenn für einen konkreten Arbeitsschritt beispielsweise nur bestimmte Bauteile benötigt werden?

Im nächsten Beitrag dieser Serie zeigen wir deshalb, wie sich aus einem Gesamtmodell ein zweckbezogenes Arbeitsmodell erstellen lässt – und wie sich IFC-Daten gezielt reduzieren lassen, statt unnötige Inhalte durch den gesamten Workflow mitzuschleppen.

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